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Bestattungskosten – Kosten für Friedhof und Bestattung

Bestattungskosten sind alle Ausgaben, die bei einem Todesfall anfallen können. Die Höhe der Bestattungskosten ist meistens abhängig von der der Bestattungsart und der gewählten Grabform. Außerdem gibt es große Unterschiede von Region zu Region. Oft sind die Preisunterschiede aber auch zwischen den Bestattungsunternehmen sehr groß. Daher hat die Wahl des Bestatters einen großen Einfluss auf die Kosten einer Bestattung. Die folgende Grafik stammt aus einer Erhebung aus dem Jahr 2013. Sie zeigt an, was die Deutschen für eine Bestattung ausgeben würden.

Ausgabebereitschaft fuer Bestattungen

Übersicht der Bestattungskosten

Woraus bestehen die Bestattungskosten?

PreisuebersichtZu den Kosten einer Bestattung zählen zunächst einmal die Ausgaben auf Seiten des Bestatters. Der Bestatter kümmert sich um die Durchführung und Organisation der Bestattung. Zu seinen Arbeiten zählen:  die Abholung, die hygienische Versorgung sowie Ämter- und Behördengänge. Außerdem suchen Sie beim Bestatter einen Sarg und – bei einer Feuerbestattung – die Urne aus. Bei einer Feuerbestattung kommen auch die Kosten für ein Krematorium hinzu. Selbstverständlich wird auch die Trauerfeier auf Wunsch von einem Bestatter organisiert und begleitet. Zudem fallen bei einer Bestattung Friedhofsgebühren an. Wie hoch die Friedhofsgebühren sind, ergibt sich für gewöhnlich aus der Bestattungsart, der Region und dem Leistungsumfang der Bestattung. Meistens machen die Friedhofsgebühren einen großen Teil der Bestattungskosten aus. In einigen Regionen können diese sogar über 50% der Gesamtkosten betragen. Die Grafik rechts zeigt Bestattungskosten in verschiedenen Städten. Sie basieren auf www.bestattungsvergleich.de.

Die Bestandteile der Bestattungskosten im Einzelnen

Leistungen des Bestatters

Der Bestatter muss zunächst alle notwendigen Grundleistungen erledigen. Allgemein gehören hierzu die Beratung, die Abholung und Überführung des Verstorbenen, die Kühlung, die Erledigung von Formalitäten. Bei ihm suchen Sie einen Sarg und – bei einer Feuerbestattung – eine Urne aus. Außerdem fallen bei einer Feuerbestattung die Kosten für ein Krematorium an. Oft kommen weitere Leistungen dazu, wie z.B. eine Trauerfeier, einen Trauerredner, eine Traueranzeige oder Blumen. Ihr Bestatter wird mit Ihnen alle Wünsche individuell besprechen und berechnen. Es ist üblich, dass der Bestatter Fremdleistungen auf einer Rechnung für Sie zusammenfasst. Zu den Fremdleistungen gehören z.B. die Ausstellung des Totenscheins, Sterbeurkunden, Blumen, Todesanzeigen und Trauerkarten. Meistens geht der Bestatter hierbei für Sie in Vorleistung.

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Bestattung: Kosten für einen Sarg

Ihr persönlicher Anspruch,  Ihr Geschmack und Ihr Budget entscheiden, welcher Sarg ausgewählt wird. Von einfachen Kiefernholzsärgen bis hin zu teuren Särgen aus Edelhölzern steht Ihnen eine riesige Auswahl an Särgen zur Verfügung. Ein Tipp: Fragen Sie Ihren Bestatter unbedingt nach einem Katalog! So können Sie sich einen passenden Sarg ganz in Ruhe aussuchen. 

Grundsätzlich nimmt man für Erdbestattungen eher hochwertige Särge. Diese sind nämlich stabiler und halten dem Druck des Erdreichs besser stand als ein einfacher Sarg. Bei Feuerbestattungen werden für die Einäscherung im Krematorium für gewöhnlich einfache Kiefernsärge benutzt. 

Bestattung: Kosten für eine Urne

Im Krematorium wird die Asche in eine schmucklose Krematoriumsurne (“Aschekapsel”) gefüllt. Diese Aschekapsel wird dann meistens vom Krematorium aus direkt dem Friedhof überführt. Eine Aschekapsel kann auch ohne “Überurne” beigesetzt werden. Dennoch entscheiden sich die meisten Menschen für eine Schmuckurne. Das hat überwiegend dekorative Gründe. Dabei wird die Aschekapsel einfach in die Schmuckurne eingesetzt. Urnen können aus Blech, Stahl, Marmor oder auch aus Holz bestehen. Wird die Urne in einem Kolumbarium beigesetzt, besteht sie häufig aus Marmor. Für die Baum- oder Waldbestattung muss eine biologisch abbaubare Urne verwendet werden. Bio-Urnen bestehen meist aus Holz oder Zellulose. Für eine Seebestattung verwendet  man immer wasserlösliche Urnen. Diese bestehen in der Regel aus gepresstem Sand oder Salzkristall. Bei Seebestattungen wird die Asche in die Seeurne umgefüllt. Das tut man, da die Aschekapsel nicht wasserlöslich ist. 

Friedhofsgebühren

Die Friedhofsgebühren machen ganz oft den größten Teil der Bestattungskosten aus. Die Preise für eine Grabstelle gelten im Durchschnitt für eine Nutzungsdauer von 20 bis 30 Jahren. Dabei hat jeder Friedhof hat eine eigene Gebührensatzung. Nach dieser berechnen sich die Friedhofsgebühren. Zu den Friedhofsgebühren gehören die Kosten für das Grab selbst und die Kosten für die Beisetzung. Außerdem berechnet der Friedhof auch Gebühren für die Nutzung der Kapelle oder Feierhalle, wenn eine Trauerfeier stattfindet. Zusätzlich kommen bei einer Erdbestattung die Kosten für 6 Sargträger hinzu. Normalerweise zahlen Sie die Friedhofsgebühren einmalig bei Beginn der Grabnutzung, und die Zahlung gilt dann für die gesamte Laufzeit. Die Friedhofskosten schwanken von Region zu Region teilweise sehr stark. Selbst innerhalb einer Stadt können die Gebühren der verschiedenen Friedhöfe unterschiedlich hoch sein. 

Auf jedem Friedhof gibt es verschiedene Arten von Gräbern. Aber nicht jeder Friedhof bietet auch jede Grabart an. Die gängigsten Grabarten auf unseren Friedhöfen sind Reihengräber, Wahlgräber, anonyme und halbanonyme Gräber. 

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© singkham – fotolia.com

Grabpflege

Einzel- oder Familiengrabstellen haben im Schnitt eine Laufzeit von 20 bis 30 Jahren. Die Angehörigen sind in dieser Zeit für die Grabpflege verantwortlich. Selbstverständlich gehört zu jedem Grab auch eine passende und gepflegte Grabgestaltung. Die Grabpflege können Sie natürlich selbst übernehmen. Hierfür eignen sich vor allem saisonale Pflanzen. Diese machen sich besonders gut, wenn man sie mit immergrünen Bodendeckern und kleinen Gehölzen kombiniert.

Wer sein Grab nicht selbst pflegen kann oder möchte, der kann beim Friedhof oder einer Gärtnerei einen Vertrag für die Grabpflege abschließen. Die meisten Friedhöfe bieten natürlich auch im Sommer auch einen Gießservice an. Viele Urnengrabstellen werden heutzutage mit Grabplatten aus Marmor abgedeckt. Damit verringert sich der Aufwand für die Grabpflege ganz entscheidend. 

Grabstein

Für die Fertigung des Grabsteins oder der Grabplatte ist der Steinmetz zuständig. Für die Auswahl und die Gestaltung des Grabsteins sind immer die Angehörigen verantwortlich. Somit zählen auch diese Ausgaben zu den Bestattungskosten. Natürlich gibt es hierbei hierbei zahlreiche Möglichkeiten der Gestaltung. Dabei muss man jedoch beachten, dass viele Friedhöfe Einschränkungen hinsichtlich der Größe, der Farbe und der Beschaffenheit des Grabsteins haben. Daher ist es wichtig, immer zuerst eine Genehmigung für einen geplanten Grabstein bei der Friedhofsverwaltung einzuholen.

Beerdigungskosten

Von Beerdigungskosten spricht man dann, wenn es sich bei der gewählten Bestattungsart um eine Erbestattung (= Beerdigung) handelt. Die Beerdigungskosten setzen sich zusammen aus den Kosten des Bestatters (Beratungsgespräch, Transportkosten, evtl. Lagerungs- oder Kühlkosten, Organisation einer Trauerfeier, Sarg) und den Friedhofsgebühren. Ferner kommen die Kosten für einen Grabstein und den Grabschmuck hinzu. Nicht eingerechnet sind Folgekosten (z.B. Grabpflege).

Regionale Unterschiede bei Bestattungskosten

Je nach Bestattungsart, Region und Leistungsumfang der Bestattung kann es zu großen Preisunterschieden bei den Bestattungskosten kommen. Erfahrungsgemäß berechnen unterschiedliche Bestatter einer Stadt für die gleichen Leistungen manchmal komplett unterschiedliche Preise. Schon allein daher lohnt es sich, immer verschiedene Angebote von regionalen und überregionalen Bestattern zu vergleichen. 

Wer muss die Bestattungskosten tragen?

In Deutschland gilt die Bestattungspflicht. Das heißt: der nächste Verwandte des Verstorbenen muss die Kosten der Bestattung zahlen. Gibt es einen oder mehrere Erben, so sind diese in der Pflicht, die Bestattung zu bezahlen. Auch wenn Sie das Erbe ausschlagen, müssen Sie Ihrer Bestattungspflicht trotzdem nachkommen. Es ist gar kein Problem, wenn ein Bekannter oder Freund die Bestattung organisieren möchte. Die Kosten für die Bestattung kann er sich dann von den Erben zurückholen. Die angefallenen Kosten sollten aber angemessen sein und sich auf ortsüblichem Niveau bewegen. Falls kein Verwandter in der Lage ist die Bestattung zu zahlen, kann beim Sozialhilfeträger ein Antrag auf eine Sozialbestattung gestellt werden. Hat der Verstorbene keine Angehörigen, so übernimmt das Ordnungsamt die Bestattung auf Kosten der Gemeinde bzw. der Stadt.

Bestattungskosten steuerlich absetzen

Sie können Bestattungskosten als außergewöhnliche Belastung auch steuerlich geltend machen. Voraussetzung hierfür ist, dass Sie die Bestattung auch selbst bezahlt haben. Auf gar keinen Fall darf die Bestattung aus dem Nachlass des Verstorbenen beglichen worden sein. Zusammen mit der Steuererklärung müssen Sie auch die Rechnungen und Quittungen einreichen.

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