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Feuerbestattung: Ablauf & Kosten im Überblick

Was ist eine Feuerbestattung?

Die Feuerbestattung ist die am häufigsten angewandte Bestattungsart in Deutschland. Streng genommen gehört die Feuerbestattung jedoch nicht zu den eigenständigen Bestattungsarten, denn sie beschreibt lediglich die Kremation (Einäscherung) des Leichnams.  Nach der Einäscherung kann man dann aus vielen weiteren Bestattungsarten auswählen. Gewöhnlich bezeichnet die Feuerbestattung die Beisetzung der Asche in einer Urne auf einem Friedhof. Allerdings ist dies nicht notwendigerweise der Fall. Die Asche kann beispielsweise in Form einer See- oder Baumbestattung beigesetzt werden.

© Syda Productions – fotolia.com

Voraussetzungen

  • Wartefrist: Eine Wartefrist von 48 Stunden nach dem Ableben bis zur Einäscherung ist gesetzlich vorgeschrieben.
  • Willenserklärung: Die verstorbene Person hat zu Lebzeiten verfügt, dass sie nach ihrem Tod eine Feuerbestattung wünscht. Wenn dies nicht geschehen ist, dann sind Angehörigen in der Reihenfolge der Bestattungspflicht dazu berechtigt, die Feuerbestattung als Bestattungsart auszuwählen.
  • Genehmigung durch die Polizeibehörde: Die örtliche Polizeibehörde muss für eine Feuerbestattung bestätigen, dass kein Verdacht gegen einen natürlichen Tod vorliegt. Ist die Todesursache nicht natürlich oder ungeklärt, so wird die verstorbene Person erst durch die Staatsanwaltschaft zur Bestattung und damit zur Kremation freigegeben.
  • Sterbeurkunde & Todesbescheinigung: Die Sterbeurkunde stellt das zuständige Standesamt aus. Die Todesbescheinigung stellt der Arzt aus, der den Tod festgestellt hat.

Quelle: Fowid / BDB / Kuratorium Deutsche Bestattungskultur (Angaben bis 1990 nur für die alten Bundesländer)

Wie läuft eine Kremation ab?

Da in Deutschland Sargpflicht besteht, wird der Leichnam in einem einfachen Kremierungssarg im Krematorium verbrannt. Damit die Asche auch eindeutig dem Verstorbenen zugeordnet werden kann, legt man dem Verbrennungssarg einen Schamottstein (feuerfester Stein) mit Nummer bei. Der Verbrennungsofen hat eine Temperatur von ca. 1200°C, und der Verbrennungsprozess dauert ungefähr 90 Minuten. Nachdem die Asche ausgekühlt ist, füllt man sie in eine Aschekapsel. Anschließend wird diese auf Wunsch oft in eine so genannte  Schmuckurne (Überurne) eingesetzt.

Beisetzung der Urne

Bei den meisten Feuerbestattungen erfolgt die Beisetzung der Urne in einem Urnengrab auf dem Friedhof, die Aufbewahrung in einem Kolumbarium ist aber ebenso möglich. Darüberhinaus steht es naturverbundenen Menschen frei, nach der Einäscherung in Deutschland ein Baumgrab oder eine Seebestattung zu wählen. Wer die Asche ins Ausland überführen lässt, dem ergeben sich je nach Überführungsland noch weitere mögliche Bestattungsarten. Auch für alternative Bestattungsformen, wie beispielsweise die Diamantbestattung oder die Almwiesenbestattung ist die vorherige Einäscherung immer Voraussetzung. Somit bietet die Feuerbestattung viele verschiedene Möglichkeiten der Beisetzung. Eine „klassische“ Feuerbestattung mit Beisetzung in einem Urnengrab kann auf nahezu jedem Friedhof in Deutschland stattfinden. Der von Ihnen ausgewählte Bestatter berät Sie diesbezüglich umfangreich und nennt Ihnen die Möglichkeiten.

Was kostet eine Feuerbestattung?

Die Kosten einer Feuerbestattung variieren teilweise erheblich zwischen verschiedenen Regionen oder Städten. Zum einen liegt das an den unterschiedlichen Preisen der Beerdigungsunternehmen. Zudem ist ganz entscheidend, welche Leistungen man wählt und welche Art der Beisetzung (anonyme Bestattung, Seebestattung, Urnenbestattung usw.) man sich wünscht.

In vielen Großstädten und Gemeinden sind die Friedhofsgebühren sehr hoch und unterscheiden sich zudem von Friedhof zu Friedhof. Außerdem leben viele Angehörige nicht in der Stadt, so dass niemand da ist, der sich um das Grab kümmert. Andere möchten schlichtweg nicht so viel Geld für eine Beerdigung aufbringen, sodass eine Feuerbestattung im Urnengrab eine gute Option darstellt. Meistens ist eine anonyme Beisetzung bzw. ein anonymes Grab auf den meisten Friedhöfen die günstigste und gleichzeitig auch die pflegeleichteste Variante, wohingegen ein Urnenwahlgrab in der Regel die teuerste Grabform ist. Ihr Bestattungshaus sowie die Friedhofsverwaltung geben Ihnen Auskunft über die genauen Gebühren der gewünschten Grabstelle.

Preise für eine Feuerbestattung in Ihrer Stadt

Eine Feuerbestattung ist in vielen Städten bereits für unter 1.000,- Euro durchführbar. Beachten Sie bitte, dass in diesem Preis dann meistens nur die notwendigsten Leistungen enthalten sind, ohne  Traueransprache, ohne Trauerfeier und ohne Blumenschmuck. Außerdem fallen noch die Friedhofsgebühren an. Bei einer Seebestattung fallen keine Friedhofsgebühren an, da die Reederei die Seeurne im Wasser beisetzt. Dabei sind die Kosten der Reederei bei einer Seebeisetzung üblicherweise günstiger als die Friedhofsgebühren bei einer Urnenbeisetzung. Sie haben ein bestimmtes Budget, möchten aber auf gewisse Leistungen nicht verzichten? Dann ist es in jedem Fall ratsam, zu Angebote verschiedener Bestatter vergleichen.

Die Kosten einer Feuerbestattung an einem Beispiel:


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