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Der Steinmetz – Überblick über ein interessantes Handwerk

Der Steinmetz ist für die Fertigung, Gestaltung und Aufstellung des Grabsteins verantwortlich. Material, Größe, Farbe und Inschrift suchen jedoch die Angehörigen aus. Jeder Grabstein sollte einzigartig sein – genau wie die Person, für die er bestimmt ist. Viele Friedhöfe haben klare Vorgaben hinsichtlich der Maße, der Oberflächenbeschaffenheit oder des Materials. Üblicherweise sind die Kosten für den Steinmetz nicht in den Bestattungskosten enthalten und müssen extra bezahlt werden. Die Preise können sich je nach Aufwand und Stein stark voneinander unterscheiden. In der Regel liegen sie zwischen 1000€ und 3000€, können aber auch deutlich höher ausfallen.

© Jeremy – fotolia.com

Der Steinmetz in der Geschichte

Die Nutzung von Steinen zur Kennzeichnung von Gräbern gab es in Europa bereits ab 6000 Jahre v. Chr. Auf Grabhügeln dieser Zeit wurden sogenannte Menhire gefunden. Das sind hohe, aufrecht stehende und nicht bearbeitete Steinblöcke, die man in der Nähe von steinzeitlichen Gräbern gefunden hat. Das Handwerk des Steinmetzes hat schon sehr lange eine große Bedeutung in der Gestaltung des Ornaments. Schon in der Urgeschichte (vor 10.000 – 14.000 Jahren) gab es Anzeichen von Steinmetzarbeiten in Form von Halbreliefdarstellungen an Felswänden. Im alten Ägypten, im antiken Griechenland und in Rom wurde das Handwerk weiterentwickelt.

Heutzutage ist der Beruf des Steinmetz ein Ausbildungsberuf. Aufgrund der vermehrten Anwendung von alternativen Bestattungsarten benötigt man heute jedoch oft gar keine Grabsteine mehr. Zudem gibt es günstige Anbieter, z.B. aus Asien, die fertig bearbeitete Steine nach Deutschland liefern. Der Steinmetz ist dann nur noch für die Gravur und das Aufstellen zuständig.

Leistungen von einem Steinmetz

Einen Grabstein kann man industriell, aber auch individuell fertigen lassen. Industriell gefertigte Grabsteine sind oft Massenware, und sie bekommen nur durch die Inschrift eine persönliche Note. Fertigt der Steinmetz einen Grabstein selbst aus einem rohen Granit- oder Mamorblock an, so ist dieser Stein ein Einzelstück und daher meistens auch mit höheren Kosten verbunden. Die Angehörigen haben ein paar Monate Zeit für eine ausführliche Beratung und für das Einholen unterschiedlicher Angebote. Ein Grabstein ist teuer, und er soll das Grab eines Menschen außerdem über Jahre schmücken.

Die Leistungen des Steinmetzes umfassen in der Regel:

  • Fertigung des Grabsteines
  • Erstellung der Einfassung
  • Bauen des Fundamentes
  • Einfassung und Grabstein- oder Vollabdeckungen nach der Beisetzung
  • Beschriftung des Grabmals
  • Besorgung der Grabmalgenehmigung bei der Friedhofsverwaltung

 

Die Wahl des Steines

Grabsteine können aus unterschiedlichen Materialien wie beispielsweise Granit, Marmor oder Sandstein bestehen. Hinsichtlich Farbe, Form, Material, Beschriftung gibt es unzählige Möglichkeiten. Dabei sollten alle Familienmitglieder in die Auswahl des Grabsteins einbezogen werden. Steinmetze beraten Sie hierzu und geben Ihnen Anregungen.

Friedhöfe schränken die Gestaltungsmöglichkeiten hinsichtlich des Materials, der Größe, der Dicke und der Oberflächenbeschaffenheit manchmal ein. Maßgeblich hierfür ist die Friedhofssatzung, und ganz häufig sind mit den Vorgaben des Friedhofs auch höhere Kosten verbunden. Sind auf einem Friedhof z.B. nur ein Stein mit handwerklich bearbeiteter Oberfläche erlaubt, so fallen dafür höhere Kosten an als für einen polierten Stein. Auch bestimmte Formen, Ornamente oder Symbole kann die Friedhofsverwaltung ablehnen. Zudem muss sich ein Grabstein in das Bild der umliegenden Gräber einfügen. Daher ist es wichtig, sich im Vorab eine Genehmigung vom Friedhof für den gewünschten Stein einzuholen.

Was kommt auf den Grabstein?

Mit der Inschrift wird der Grabstein individualisiert. Für gewöhnlich stehen auf einem Grabstein der Name, das Geburtsdatum und das Datum des Todes. Die Buchstaben werden in den Stein gemeißelt oder z.B. aus Bronze oder Aluminium auf den Stein aufgesetzt. Bei beiden Varianten kann der Steinmetz die Schrift zudem farblich gestalten. Häufig wird auch auf den Grabstein die Lieblingsblume, ein Lieblingszitat, der Beruf oder ein kurzer beschreibender Satz über den Verstorbenen gemeißelt. Immer öfter sind auch Fotos des Verstorbenen auf Grabsteinen zu sehen. Bei der Gestaltung des Steins berücksichtigt der Steinmetz die Wünsche der Angehörigen.

Wann kann ich einen Grabstein aufstellen lassen?

Nach der Beerdigung ist die Erde ist zunächst noch locker und muss sich erst setzen, bevor man das Fundament einbringen und anschließend den Grabstein setzen kann. Die Bodenbeschaffenheit und die Größe der Grabstelle bestimmen, wie lange es dauert, bis man einen Stein aufstellen kann. Die Fristen variieren von Friedhof zu Friedhof und liegen zwischen wenigen Monaten bis zu 1 Jahr. Vor allem auf katholischen Friedhöfen ist es üblich, dass man nach der Beerdigung ein Holzkreuz aufstellt. Damit kennzeichnet man das Grab, bis der Grabstein aufgestellt wird. 

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