funus call icon 0800 3060777
Kostenlose Beratung - 24 Stunden erreichbar

Hospiz – Kosten und Konzept der Einrichtung

Ein Hospiz ist ein Ort, an dem schwerst kranke Menschen ihr Lebensende verbringen und versorgt werden. Im Mittelpunkt steht dabei der sterbende Mensch mit seinen Wünschen und Bedürfnissen. Neben der psychosozialen Begleitung erfolgt im Hospiz auch die palliativmedizinische Versorgung durch Pflegekräfte und Ärzte. Durch ein Hospiz soll der Sterbeprozess für die Sterbenden so angenehm wie möglich gestaltet werden.

Bestattungsarten
© Photographee.eu – fotolia.com

Stationäres Hospiz

Beim stationären Hospiz handelt es sich um eine Einrichtung mit eigenem Personal und Konzept. Es dient der palliativmedizinischen Pflege sowie der seelischen Begleitung sterbender und unheilbar kranker Menschen. Ein Hospiz verfügt in der Regel über 8 bis 16 Betten und befindet sich oft in Krankenhausnähe oder in einem separaten Bereich des Krankenhauses. Den Aufenthalt im Hospiz soll dem Patienten kann man den Betroffenen so angenehm wie möglich gestalten: Mit eigenen Möbeln, Fotos, eigener Bettwäsche und der Integration der Familien lässt sich eine heimische Atmosphäre gestalten. In dem Wissen, dass die meisten Menschen, die in ein Hospiz einziehen, dort auch an den Folgen ihrer Erkrankung versterben werden, wird die Verlegung in ein Hospiz von vielen Menschen als Krise empfunden (Quelle).

Was ist ein ambulantes Hospiz?

Die meisten Menschen in Deutschland wünsche sich, zu Hause zu sterben. Bei der ambulanten Hospizarbeit erfährt der Sterbende eine psychosoziale Begleitung im häuslichen Umfeld. Dabei erfolgt die Betreuung durch ehrenamtliche, ausgebildete Sterbebegleiter. Diese können darüber hinaus auch weitere Aufgaben übernehmen und sind außerdem Ansprechpartner für die Angehörigen. Sterbebegleiter leisten einen wichtigen Beitrag in der Gesellschaft, was den Umgang mit schwerstkranken und sterbenden Menschen angeht.

Sterben in vertrauter Umgebung

Beim ambulanten Dienst wird dem Wunsch des Sterbenden, in seiner vertrauten und gewohnten Umgebung zu bleiben, entsprochen – vorausgesetzt, eine entsprechende pflegerische oder ärztliche Versorgung ist zu Hause gewährleistet. Ein ambulanter Hospizdienst kann jedoch auch in einem Pflegeheim, Seniorenheim oder im Krankenhaus erfolgen.

Wer hat Anspruch auf einen Hospizplatz?

Anspruch auf einen Hospizplatz haben Menschen, mit einer fortgeschrittenen Erkrankung, die

  • ein Stadium erreicht hat, in dem keine Heilung mehr möglich ist
  • auf eine begrenzte Lebenserwartung von wenigen Wochen oder Monaten schließen lässt
  • eine palliativmedizinische Behandlung, aber keine Krankenhausbehandlung  nötig macht

Dazu gehören etwa fortgeschrittene Krebserkrankungen, Erkrankungen des Nervensystems mit unaufhaltsam fortschreitenden Lähmungen oder andere Erkrankungen im Endstadium. Voraussetzung ist, dass der Patient gesetzlich krankenversichert ist.

Anmeldung beim Hospiz

Bestattungsarten

Jeder Betroffene kann sich selber beim Hospiz anmelden, anmelden lassen oder sich unverbindlich in die Warteliste eintragen. Voraussetzung ist dafür immer ein ärztliches Gutachten des behandelnden Arztes, das die Notwendigkeit einer stationären Hospizversorgung bestätigt. Weitere Informationen dazu können Sie auf der Seite des Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e.V. finden.

Kosten von einem stationären und ambulanten Hospiz

Bei Vorliegen der genannten Voraussetzungen hat der Betroffene Anspruch auf Leistungen der Krankenkasse. Diese umfassen auch das Hospiz. Wenn eine Pflegestufe vorliegt oder ein Antrag für eine Pflegestufe gestellt wurde, so können anhand des Gutachtens auch Leistungen der Pflegekasse geltend gemacht werden. Die Dienste des ambulanten Hospizes sind für die Betroffenen ebenfalls kostenfrei. Krankenkassen und Spendengelder sichern die Finanzierung der Hospize.

Trauergruppen für die Hinterbliebenen

In der Begleitung des Sterbenden in einem Hospiz treffen Sterbebegleiter oftmals auf die Familie und Angehörige. Sie können Ansprechpartner in vielen Fragen sein und entlasten die Angehörigen durch die Betreuung des Sterbenden. Oft bieten Hospizdienste den Hinterbliebenen Unterstützung in ihrer Trauer an, etwa in Form von Trauerberatung oder Trauergruppen. Hier treffen sich Menschen, die gemeinsam über ihren Schmerz und ihre Trauer sprechen und diesen mit anderen teilen möchten. Dort wird ebenfalls über die verschiedenen Phasen der Trauer und über Trauerbewältigung gesprochen.

Ein Hospiz für Kinder

Auch für schwerst oder unheilbar kranke Kinder und Jugendliche gibt es in Deutschland eigene Hospize. Sie sind speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmt sind und bieten ihnen und ihren Familien eine freundliche Umgebung.

Geprüfte Bestatter bei Bestattungsvergleich!