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Das ist bei der Wahl des Friedhofs zu beachten

Der Friedhof ist die Ruhestätte der Verstorbenen. Die Wahl eines Friedhofs hängt von verschiedenen Faktoren ab und wird durch die Wünsche und Vorstellungen der Betroffenen bestimmt. Faktoren sind unter anderem die Lage des Friedhofs, die Art des Friedhofs, die Kosten und die gewünschte Art der Bestattung. In Deutschland gibt es ca. 30.000 Friedhöfe. Das sind größtenteils kommunale und kirchliche Friedhöfe, aber auch Friedhöfe, die Ordensgemeinschaften oder Privatpersonen gehören. (Quelle: bestatterweblog.de).

©  Pascal Huot – fotolia.com

Wie wähle ich einen Friedhof aus? 

Friedhöfe sind Orte der Stille und des Gedenkens an die Toten. In Deutschland besteht Friedhofszwang für Särge und Urnen. Beisetzungen erfolgen daher meistens auf Friedhöfen. Die Anmeldung auf dem Friedhof erfolgt durch das zuständige Bestattungsunternehmen oder durch die Angehörigen. Die Wahl des Friedhofs liegt immer bei der Familie. Ist zum Beispiel eine Baumbestattung gewünscht, so kann die Asche des Leichnams in einem der Waldfriedhöfe, Ruheforste oder Friedwälder in Deutschland beigesetzt werden.

Der Friedhofszwang kann umgangen werden, wenn der Leichnam oder die Asche ins Ausland überführt werden. Anders als in Deutschland sind die Bestattungsgesetze in Ländern wie der Schweiz oder den Niederlanden sehr liberal und ermöglichen eine Vielzahl an alternativen Bestattungsvarianten (z.B. Almwiesenbestattung). Wird eine Seebestattung gewünscht, so findet die Beisetzung der Asche im Meer statt.

Hat man sich für eine Bestattungsart entschieden, wird ein Friedhof für die Beisetzung festgelegt. An sich kann der Friedhof frei gewählt werden. Auf einigen Friedhöfen gibt es jedoch Einschränkungen: man muss z.B. einer Religionsgemeinschaft angehören oder in der Gemeinde gemeldet gewesen sein, um auf dem entsprechenden Friedhof beigesetzt zu werden. In größeren Städten werden die Friedhöfe nach den Stadtteilen und der Familienhistorie gewählt. So ist es häufig einfacher für Hinterbliebene, wenn der Friedhof und die damit verbundene Grabstätte in der Nähe liegen, so dass die Grabpflege und der regelmäßige Besuch mit kurzen Anfahrtswegen verbunden sind. Gleichermaßen vereinfachen sich die Besuche  und die Pflege, wenn Familie und Verwandte nebeneinander oder zumindest auf dem gleichen Friedhof liegen.

Die Friedhofsgebühr wird von dem sogenannten “Nutzungsberechtigten” getragen. Das ist in der Regel das Familienmitglied, welches das Grab erwirbt. Die Liege- und Nutzungszeit beträgt üblicherweise 20 bis 30 Jahre, bei Kindergräbern sind es 5-10 Jahre. Gemeinschaftsgrabstätten werden von der zuständigen Friedhofsverwaltung gepflegt.

© Romolo Tavani – fotolia.com

Welche Friedhofsarten gibt es?

In fast jeder deutschen Stadt gibt es landeseigene oder städtische Friedhöfe. Diese Friedhöfe gelten als “öffentliche Einrichtungen”. Betreiber sind Städte und Kommunen. Auf städtischen Friedhöfen kann jeder beigesetzt werden, da die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft keine Rolle spielt.

Auf konfessionellen Friedhöfen werden üblicherweise Verstorbene bestattet, die der entsprechenden Religionsgemeinschaft angehört haben. Es gibt in Deutschland evangelische, katholische, jüdische, aber auch z.B. russisch-orthodoxe und islamische Friedhöfe. Auf konfessionellen Friedhöfen können die Verstorbenen entsprechend der Rituale und Bräuche ihrer Religion bestattet werden.

Viele städtische Friedhöfe bieten mittlerweile Plätze für Baumbestattungen an. Ist eine Baumbestattung gewünscht, so findet man außerhalb der Städte in vielen Regionen des Landes auch Friedwälder oder Ruheforste. Hier kann die Asche im Wald, an den Wurzeln eines Baumes beigesetzt werden. Da gerade in großen Städten die Friedhofsgebühren sehr hoch sein können, sind Friedwälder und Ruheforste oft eine günstige Alternative zur “klassischen” Friedhofsbestattung. Die Baumgräber bleiben zudem naturbelassen, so dass kein Pflegeaufwand entsteht.

In Bezug auf die Gestaltung und Anlage eines Friedhofs unterscheidet man zwischen den folgenden Friedhofsarten:

 

Kirchhöfe sind historische Friedhöfe in unmittelbarer Nähe zu einer Kirche. Waldfriedhöfe zeichnen sich durch einen hohen Bestand an Bäumen und Pflanzen aus und sind eher naturbelassen. Waldfriedhöfe findet man sowohl innerhalb von Städten (z.B. in München oder Berlin), als auch in Waldgebieten außerhalb. Parkfriedhöfe sind parkähnlich angelegt, wobei große Grünflächen das Bild bestimmen. Grünanlagen und Bebauung wurden häufig von Landschaftsarchitekten gestaltet. Der Alleequartierfriedhof besteht aus meist rechteckigen Bestattungsfeldern, und die breiten Hauptwege sind ähnlich einer Allee angelegt.

Die Grabstelle

Eine Grabstelle kann nicht gekauft werden. Stattdessen erwerben die Angehörigen ein “Nutzungsrecht” für einen bestimmten Zeitraum. Diesen Zeitraum nennt man “Ruhezeit”. Die Ruhezeit beträgt üblicherweise zwischen 20 und 30 Jahre. Die Angehörigen bestimmen, welche Grabstelle erworben werden soll. Generell gilt: Wer die Bestattung bestellt hat, der muss auch die Friedhofsgebühren bezahlen. Das Grabnutzungsrecht wird vergeben, wenn Sie als Angehöriger beim Friedhof die Beisetzung, die Grabstelle und Trauerfeier anmelden oder durch den Bestatter anmelden lassen. Mit Beginn der Nutzung des Grabplatzes werden die Friedhofsgebühren fällig. Wird auf einer bereits bestehenden Familiengrabstelle beigesetzt, deren Ruhezeit noch nicht abgelaufen ist, so verlängert sich die Ruhezeit automatisch um die bereits abgelaufenen Jahre.

Die Grabpflege

Eine Erd- oder Urnengrabstelle, die nicht von der Friedhofsverwaltung gepflegt wird, muss immer durch die Angehörigen gepflegt werden. Wer das Nutzungsrecht für eine Grabstelle erwirbt, verpflichtet sich auch zur Pflege des Grabes während der gesamten Nutzungszeit. Nützliche Tipps und Anregungen zur Gestaltung eines Grabes finden Sie in unserem Beitrag zur Grabbepflanzung. Die Gestaltung eines Grabes kann nach eigenem Geschmack erfolgen. Es ist jedoch darauf zu achten, dass sich das Grab optisch dem Bild und der Gestaltung des Friedhofs anpasst. Eventuelle Vorgaben oder Einschränkungen bei der Grabgestaltung ergeben sich aus der Friedhofssatzung.

Kosten der Grabpflege 

Übliche Kosten für die professionelle Grabpflege durch den Friedhofsgärtner:

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