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Trauerkranz - Blumenschmuck für die Beerdigung

Blumen als letzter Gruß auf Beerdigungen und als Schmuck für Gräber haben eine lange Tradition. Eine Trauerfeier ohne Blumen können wir uns heute fast gar nicht mehr vorstellen. Dabei ist der Totenkranz ein klassisches Element unserer Friedhofs- und Beerdigungskultur. Finden Sie hier wichtige Informationen zur Gestaltung, zu den Kosten für einen Trauerkranz zur Beerdigung und was Sie bei der Auswahl beachten müssen.

Was ist ein Trauerkranz?

Ein Trauerkranz, der auch Totenkranz oder Grabkranz genannt wird, ist ein rundes Gebinde, das traditionell aus immergrünen Zweigen aus Edeltanne oder Konifere wie Buchsbaum oder Wacholder gefertigt wird. Außerdem werden in einem Beerdigungskranz Blumen, Blätter, Efeuranken, Schleierkraut, Gräser, Tannenzapfen oder Moose verwendet. Viele der verwendeten Materialien haben neben dem dekorativen Aspekt auch eine symbolische Bedeutung. Die Trauergäste drücken mit dem Kranz für die Beerdigung ihre Wertschätzung und Ihren Respekt dem Verstorbenen gegenüber aus. Den Hinterbliebenen zeigen Sie mit dem Trauerkranz ihr Mitgefühl.

Was kostet ein Trauerkranz?

Viele Menschen fragen sich, wie hoch der Preis für einen Kranz zur Beerdigung ist. Trauerkränze sind immer Handarbeit und daher meistens kostenintensiv. Der Preis eines Trauerkranzes richtet sich nach Größe, Aufwand, Verarbeitung und verwendeten Blumen und Materialien inklusive der Schleife. Für einen kleinen, einfachen Kranz mit wenigen Blüten müssen Sie mit Kosten ab ca. 50 Euro rechnen. Für große, aufwendige Kränze mit edlen Blumen müssen Sie mit Kosten von 200 Euro und mehr rechnen.

Die meisten Blumenfachgeschäfte und viele Gärtnereien bieten in ihrem Sortiment auch Trauerfloristik an. Dabei können die Preise für einen Trauerkranz recht unterschiedlich ausfallen, da jeder Kranz individuell nach Ihren Wünschen handgefertigt wird. Jeder Kranz ist somit einzigartig und soll dem Anlass entsprechend geschmackvoll und hochwertig gestaltet sein.

Welche Blumen eignen sich für den Trauerkranz?

Je nach Jahreszeit ist die Auswahl an Blumen und Materialien für einen Beerdigungskranz recht unterschiedlich. Saisonal gibt es daher auch Unterschiede in der Kranzgestaltung. Im Folgenden finden Sie eine Auswahl an Blumen und Materialien, die in der jeweiligen Jahreszeit häufig Verwendung finden:

  • Frühjahr: Frühblüher lassen sich wunderbar in einen Trauerkranz einarbeiten. Hyazinthen, Narzissen, Christrosen, Tulpen oder Veilchen eignen sich besonders gut für einen zarten, filigranen Trauerkranz in frischen Farben. Auch Kätzchenweide ist dekorativ und wird häufig eingeflochten oder eingesteckt.
  • Sommer: Gerbera, Dalien, Ranunkeln, Hortensien oder Rosen sind im Sommer fast immer verfügbar, und es gibt sie in verschiedenen Farben. Gräser und Farne, Beerenzweige und grüne Blätter bilden eine schöne Umrahmung für die Blüten und geben dem Kranz Volumen.
  • Herbst: Mit Sonnenblumen, Crysanthemen und Heidekraut lassen sich herbstliche Kränze dekorieren. Moos, Lotus, und Efeu eignen sich ideal für die Fertigung eines Trauerkranzes.
  • Winter: Christrosen, Rosen, Amaryllis, Calla oder Lilien passen für einen Trauerkranz in den Wintermonaten. Häufig werden im Winter auch Trockenblumen, Baumpilze, Tannenzapfen oder Lotus für den Totenkranz verwendet. Die frischen Blumen werden nach der Trauerfeier vom Kranz entfernt. Der Beerdigungskranz mit den Trockenblumen kann auch bei Frost für lange Zeit als Dekoration auf der Grabstelle verbleiben.

Möglichkeiten der Gestaltung

Als Grundgerüst eines Trauerkranzes werden traditionell immergrüne Zweige, wie z.B. Edeltanne oder Konifere kreisrund gebunden. Trauerkränze haben einen Durchmesser von 50 bis 90 cm und werden entweder symmetrisch, asymmetrisch oder rundgesteckt.

Als Dekoration verwendet man:

  • Blumen, die in den Kranz geflochten bzw. hineingesteckt werden. Häufig werden Callas, Lilien, Nelken, Gerbera und Rosen verwendet. Aber auch jede andere Blume kann verwendet werden. Helle, freundliche Farben stehen dabei meistens im Vordergrund.
  • grüne Zweige, wie Buchsbaum, Wacholder, Efeu, Thuja, Farn oder Asparagus
  • Moosflecken, Beerenzweige, Zapfen, Baumpilze, Holzblumen
  • Eine farblich passende Trauerschleife aus Seide oder Satin mit einem letzten Gruß an den Verstorbenen und dem Namen des Schenkenden.

Heutzutage verzichten Floristen oftmals auch ganz auf Tannengrün und verwenden als Basis kreisrunde Steckmasse oder einen runden Strohkörper. Diese geben Größe und Form vor und sorgen für stabilen Halt des Kranzes. In die Steckmasse werden dann die Blumen, Zweige etc. hineingesteckt und mit Floristendraht in die gewünschte Form gebracht. Auf diese Weise kann z.B. ein Kranz entstehen, der nur aus Wiesenblumen besteht.

Es gibt aber auch andere Gestaltungsarten für einen Trauerkranz. So lassen sich Kränze beispielsweise auch mit Blumen der Saison "bepflanzen". Der Vorteil dabei ist die naturnahe Gestaltung und die lange Haltbarkeit der lebendigen Pflanzen als Grabschmuck.

Trauerkranz für Beerdigung und Trauerfeier

Wie ein Abschied wahrgenommen wird, hat meistens damit zu tun, wie er gestaltet wird. Stilvolle Trauerkränze und sonstige Trauerfloristik bilden auf den meisten Trauerfeiern den wichtigsten Teil der Dekoration. Mit ihren Farben und ihren Düften tragen sie zur Atmosphäre während des Abschiednehmens bei. Die Kränze werden in der Trauerhalle zusammen mit Kerzen und Tüchern um den aufgebahrten Sarg oder die Urne arrangiert. Bei einer Urnenbestattung umrahmt der Totenkranz häufig die Urne während der Trauerfeier. Nach der Beisetzung wird der Trauerkranz auf der Grabstelle niedergelegt und dient dort als erster Grabschmuck.

Den passenden Trauerkranz auswählen

Von kleinen zarten Blüten, wie Vergissmeinnicht oder Maiglöckchen, bis hin zu großen Sonnenblumen sind der Phantasie und Kreativität keine Grenzen gesetzt. Für den Kranz lassen sich fast alle Blumen verwenden.

Ein Grabkranz kann klassisch, schlicht, blumig, saisonal oder ganz individuell nach Ihren Wünschen gestaltet werden. Wählen Sie jedoch die Blumen für Ihren Trauerkranz sorgfältig aus, denn sie können z.B. etwas über Ihre Beziehung und Ihre Gefühle gegenüber der verstorbenen Person aussagen. Diese Dinge sollten Sie daher bei der Auswahl des passenden Kranzes beachten:

  • Lilien oder Rosen als Symbol der Liebe sind häufig den engsten Angehörigen vorbehalten. Bringt z.B. eine ehemalige Arbeitskollegin rote Rosen zur Beerdigung eines Verstorbenen mit, kann dies schnell einen falschen Eindruck vermitteln.
  • Wenn Sie wissen, welches die Lieblingsblume oder die Lieblingsfarbe des Verstorbenen war, setzen Sie damit ein Zeichen Ihrer Verbundenheit, und lassen Sie diese in den Totenkranz einarbeiten.
  • Fragen Sie die Trauerfamilie, in welchen Farben das Sargbouquet oder der Urnenkranz gehalten ist. So haben Sie die Möglichkeit, die eigene Blumenauswahl auf das Gesamtbild abzustimmen.

Wer bringt einen Trauerkranz zur Beerdigung mit?

In erster Linie sind es die engsten Angehörigen, Freunde und Verwandte, die einen Kranz zur Beerdigung als Abschiedsgruß mitbringen. Aber auch Kollegen, Nachbarn und Bekannte legen oftmals für einen Totenkranz zusammen. Firmen oder Vereine zeigen mit einem Blumenkranz als letzte Geste für den Verstorbenen ihre Verbundenheit und ihre Trauer.

Geldspende statt Trauerkranz

Es kommt auch häufig vor, dass die Angehörigen gar keine Blumenspenden haben möchten und statt eines Trauerkranzes um Geldspenden, z.B. für die Grabpflege oder für gemeinnützige Organisationen bitten. In diesen Fällen respektieren Sie den Wunsch der Familie, und verzichten Sie auf teuren Blumenschmuck. Neben der Geldspende nehmen Sie dann einfach einen kleinen Strauß oder eine einzelne Blüte als Abschiedsgruß mit auf die Beerdigung.

Trauerkranz - Symbolkraft und Geschichte

Mit der klassischen Kreisform symbolisiert ein Trauerkranz die Ewigkeit und damit die Verbundenheit zu dem Verstorbenen über den Tod hinaus. Zudem ist Grün die Farbe der Hoffnung, der Ruhe und der Ewigkeit. In der Tradition der antiken Siegerkränze und der christlichen Märtyrerkrone symbolisieren Trauerkränze Ehre und Anerkennung dem Verstorbenen gegenüber.

  • Schon im Barock fand der symbolträchtige Kranz Eingang in unsere Bestattungskultur. Vom 16. bis zum Ende des 19. Jahrhundert wurde der Blumenkranz oder auch die Totenkrone Säuglingen, Kindern oder jung verstorbenen Ledigen als Grabbeigabe in den Arm oder neben den Kopf gelegt. Sie bestanden z.B. aus Silberdraht, in den Glas oder Edelsteine eingearbeitet wurden.
  • Ab den 1870-er Jahren wurden Grabkränze bei bürgerlichen Bestattungen auch für nicht ledige Personen verwendet. Bis in die 50-er Jahre des 20. Jahrhunderts wurden dafür Perlenkränze verwendet. Sie bestanden aus Draht mit aufgefädelten Glaskügelchen, wobei der Draht zu kunstvollen Mustern gebogen wurde. Auf Schleifen aus Atlas, Taft oder Papier standen letzte Grüße und der Name des Kranzspenders. Zeitgleich gab es aber auch Blumenspenden, die auf Kranz- oder Blumenwagen den Trauerzug begleiteten.
  • Trauerkränze wie wir sie heute kennen aus Tanne und Blumendekoration wurden erst nach dem 2. Weltkrieg modern.

Quellen: wikipedia.org/wiki/Trauerkranz, wikipedia.org/wiki/Totenkrone

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