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Naturbestattung – Ablauf und Kosten im Überblick

Was versteht man unter einer Naturbestattung?

„Naturbestattung“ ist lediglich ein Überbegriff, der die Luftbestattung, die Baumbestattung, die Seebestattung, die Almwiesenbestattung und die Felsbestattung umfasst. Charakteristisch für die Naturbestattung ist die vorhergehende Einäscherung des Leichnams. Anschließend erfolgt die Beisetzung der Asche in einer Urne oder sie wird in der Natur verstreut. Ebenfalls gemeinsam haben alle Formen der Naturbestattung, dass das Grab nicht gepflegt werden muss. Hierbei übernimmt die Natur sozusagen die Grabpflege. Diese Formen der Bestattung werden vor allem von Menschen gewählt, die auch nach dem Ableben einen Bezug zur Natur wünschen. Dass die Asche z.B. über die Wurzeln eines Baumes dem Naturkreislauf direkt zugeführt wird, ist ein Symbol von Unsterblichkeit und ewigem Leben.

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© christophstoeckl – fotolia.com

Vorteile einer Naturbestattung

Anders als bei einer Beisetzung auf einem Friedhof fallen bei Naturbestattungen oftmals keine Friedhofsgebühren an. Die Kosten für ein Grab entfallen gänzlich, wenn man sich zum Beispiel für eine Almwiesenbestattung entscheidet. Meistens berechnen die Anbieter nur eine kleine Gebühr für das Verstreuen der Asche, wohingegen bei einer Seebestattung die Reederei eine Gebühr für die Beisetzung der Asche im Meer berechnet. Zudem entfällt bei der Naturbestattung die Grabpflege. Dafür hat man aber auch keinen konkreten Ort des Gedenkens. Meistens ist die Naturbestattung auch gleichzeitig auch eine anonyme Bestattung. Das bedeutet, dass das Grab keine namentliche Kennzeichnung bekommt. Als Ausnahme ist hierbei die Baumbestattung zu nennen, bei der kleine Namensschilder den Busch, den Baum oder die Stelle kennzeichnen, an der die Asche des Verstorbenen liegt.

Gesetzliche Bestimmungen

In Deutschland besteht Friedhofspflicht. Daher sind manche Formen der Naturbestattung, wie die Almwiesenbestattung oder die Luftbestattung, nicht erlaubt. Diese Regelung kann allerdings durch die Überführung des Leichnams oder der Asche des Verstorbenen ins Ausland umgangen werden, sofern dort keine Friedhofspflicht besteht. Die Schweiz und die Niederlande sind beispielsweise Länder, in denen ein sehr liberales Bestattungsrecht herrscht. Dahingegen sind Seebestattung und die Baumbestattung in Deutschland erlaubt. Sie werden immer öfter als Alternative zur klassischen Friedhofsbestattung gewählt. Die Seebestattung kann in der Nordsee oder der Ostsee erfolgen. Seebestattungen können aber auch in anderen Weltmeeren stattfinden, wofür die Asche ins Ausland überführt werden muss. Für die Baumbestattung in Deutschland gibt es eine Vielzahl an Standorten von FriedWald® und RuheForst®. Da die Nachfrage in den letzten Jahren gestiegen ist, bieten auch kommunale Friedhöfe immer häufiger Baumplätze an. Der Bestatter Ihrer Wahl berät Sie über alle Möglichkeiten der Naturbestattung und erledigt die Formalitäten.

Kosten einer Naturbestattung

Die Kosten für eine Naturbestattung können ganz unterschiedlich ausfallen. Das hängt nicht nur mit den verschiedenen Möglichkeiten der Naturbestattung zusammen, sondern auch mit der Region, in der der Sterbefall passiert ist und dem gewählten Bestatter. Da nur die Seebestattung und die Baumbestattung in Deutschland erlaubt sind, ist es bei diesen Bestattungsarten einfacher, die Preise und Angebote zu vergleichen.

Almwiesen-, Fels – oder Luftbestattungen werden vorwiegend in der Schweiz durchgeführt. Hier fallen fallen statt der örtlichen Friedhofsgebühren die Kosten des Unternehmens an, welches die Beisetzung der Asche in dafür vorgesehenen Arealen vornimmt. Dabei wird die Asche anonym oder im Beisein der Angehörigen beigesetzt. Außerdem entstehen dabei Kosten für die Überführung der Urne ins Ausland. Über die genauen Kosten der gewünschten Naturbestattung kann Sie Ihr Bestatter gern informieren.

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