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Kondolenzschreiben – so sind Beileidsbekundungen aufgebaut

Fast jeder steht einmal vor der schweren Aufgabe, einem trauernden Angehörigen ein Kondolenzschreiben zu übermitteln zu wollen. Den Schmerz kann man damit nicht nehmen, aber durch diese Form der Anteilnahme können Trost und Kraft gespendet werden. Bei diesem sensiblen Thema kann es manchmal schwierig sein, die richtigen Worte zu finden. Ein Kondolenzschreiben kann entweder eine kleine Karte oder ein langer Brief sein. Das wichtigste ist, dass es die eigenen und persönlichen Empfindungen sind, die trösten und Beileid ausdrücken sollen. Bei einem Kondolenzschreiben sollte jedes Wort gut überlegt sein, denn die Beileidsbekundungen werden von den Hinterbliebenen in der ersten schmerzlichen Zeit immer wieder einmal gelesen. Wenn man keine eigenen Worte findet, können Gedichte oder Zitate das eigene Verhältnis zum Verstorbenen ausdrücken.

Kondolenzschreiben
© Jbn – picsastock.com

Aufbau des Kondolenzschreibens

Ein Kondolenzschreiben folgt sehr häufig einem bestimmten Aufbau, an dem man sich orientieren kann.

Anrede im Kondolenzschreiben

Wie in jedem Brief beginnt natürlich auch das Kondolenzschreiben mit einer persönlichen Anrede. Hier ist es die Anrede des Trauernden oder der trauernden Familie. Adressiert werden sollte ein Kondolenzbrief nicht “An das Trauerhaus” – das ist überholt. Das Schreiben wird am besten an: “Frau Erika Mustermann”, “Herr Max Mustermann” oder auch “Familie Mustermann” gerichtet.

Eröffnungssatz

Der Eröffnungssatz sollte das Ereignis des Todes bzw. die Situation benennen.

Beispiel: “Mit Bestürzung habe ich die Nachricht vom Tod Deines …….. erhalten.”

Persönliche Anteilnahme

Dieser Abschnitt bringt die Anteilnahme des Schreibenden zum Ausdruck. Die eigenen Gefühle der Trauer und des Verlustes werden hier formuliert.

Beispiel: “Es fällt mir sehr schwer, die richtigen Worte zu finden, wenn ein Mensch, der uns sein ganzes Leben lang begleitet hat, für immer verlässt.”

Würdigung des Verstorbenen

Dies ist der Teil des Kondolenzschreibens, in dem die verstorbene Person gewürdigt wird: In dem Schreiben bezieht man sich auf seine Art, besondere Erinnerungen, Verdienste, Dinge, die verbunden haben und Gedanken an den Toten. Eine Kondolenz wird dann persönlich, wenn über den verstorbenen Menschen etwas ganz Konretes berichtet wird.. Was hat er einem bedeutet, was hat man an ihm geschätzt oder bewundert, was wird einem fehlen, wie hat er das Leben bereichert? Es zeugt von großer Wertschätzung und bedeutet für die Trauerfamilie einen großen Trost, wenn sie solch würdigende Zeilen über den Verstorbenen lesen kann.

Beispiel: “Wir haben einen wertvollen Menschen verloren, der sich immer zuverlässig und mit ganzem Herzen für unseren Verein eingesetzt hat.”

Gern kann auch eine passende Anekdote auftauchen, welche die vorher beschriebenen Qualitäten unterstreicht. Das wirkt wie ein kurzer Rückblick auf das Leben des Verstorbenen und zeigt den Hinterbliebenen eine Facette auf, die sie vielleicht gar nicht kannten.

Abschluss des Kondolenzschreibens

Das Kondolzenschreiben sollte mit einem Wunsch, einem Segen oder einem Zuspruch enden. Die Grußformel “Mit stillem Gruß” ist altmodisch. Deshalb sollten  Sie die abschließenden Worte passend zur Beziehung zu den Hinterbliebenen wählen.

Beispiele: “In aufrichtiger Verbundenheit”, “In tiefem Mitgefühl”, “Mit herzlicher Anteilnahme”, “Wir denken an euch und trauern mit euch” oder “Mein aufrichtiges Beileid”.

Weitere Tipps zum Kondolenzschreiben

Am besten lassen sich Trauerbriefe auf ein Element aus der Trauerlyrik aufbauen, welches zu dem Verstorbenen passt. Das können beispielsweise Gedichte, Trauersprüche, Kondolenzsprüche oder Zitate sein.  Einen Gedanken, der uns bewegt oder den wir für besonders tröstlich halten, lässt sich auf diesem Wege manchmal am treffendsten ausdrücken. Die Auswahl an Sprüchen im Internet ist groß. Daher sollte man zuerst einmal entscheiden, ob man einen religiösen oder weltlichen Trauertext benutzen möchte. Weltliche Sprüche passen eigentlich immer. Einen religiösen Trauerspruch sollte man hingegen nur dann auswählen, wenn man sicher ist, dass der Empfänger des Kondolenzschreibens gläubig ist. Denn in diesem Fall kommt es nicht auf die eigene Religiosität an, sondern nur auf die des Adressaten.

Kondolenzbriefe werden am besten per Hand und auf hochwertigem Papier geschrieben. Man sollte passende gefütterte Briefumschläge nehmen wählen. Diese Art der Anteilnahme ist neben dem persönlichen Kondolieren sicher die einfühlsamste und tröstlichste Geste, die man einem trauernden Menschen schenken kann. Sie übermittelt die Wertschätzung für die Hinterbliebenen genau so wie die für den Verstorbenen.

Wichtig ist immer eine leserliche Handschrift. Der handgeschriebene Kondolenzbrief ist und bleibt die empfehlenswerteste Form. Bei elektronisch erstellten Briefen ist es üblich, die Anrede und die Grußformel auf jeden Fall handschriftlich einzufügen.

Gern kann man in seinem Kondolenzschreiben auch Hilfe und Unterstützung für die schwere Zeit der Trauer anbieten. Diese Hilfe kann emotionaler Natur sein, aber auch finanzieller oder praktischer Art. Auch wenn man vielleicht nur wenig beitragen kann, weil die eigenen Lebensumstände nichts anderes zulassen, so ist doch auch dieses Wenige eine wertvolle Hilfe und ein unterstützendes Zeichen für die Hinterbliebenen.

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